Über uns

Was ist Netzwerk ImMigra?

Netzwerk ImMigra ist die Plattform für junge Bildungsaufsteigerinnen mit Migrationsgeschichte in Deutschland. Wir fördern Potentiale junger Frauen an der Schnittstelle von Schule und Universität durch Mentoring-Programme und Workshops zu Kernkompetenzen. Unser Angebot hilft ihnen ihr Studium zu beginnen und erfolgreich abzuschließen.

Unsere Plattform bietet Möglichkeiten des Austauschs und Entwicklung von Lösungsstrategien. Empowerment, Mentoring und fachliche Unterstützung sind Schlüssel erfolgreicher Konfliktbewältigung. Lokale Gruppen und Mentoring sind unsere Kernbereiche, in dem sich junge Frauen als Multiplikatorinnen vernetzen und eine Brücke zwischen Schule, Studium und Arbeitswelt bauen. Sie dienen als Ansprechpartnerinnen in den Gruppen für Schülerinnen und Studentinnen, die sich fachlich vernetzen und beruflich orientieren möchten. Workshops zu Kernkompetenzen für Abiturientinnen und Studienanfängerinnen sollen helfen, erste Hürden der Hochschule zu meistern und das Studium erfolgreich abzuschließen. Netzwerk ImMigra ist ein ständig wachsendes Netzwerk, das regelmäßig Anfragen für Gruppengründungen deutschlandweit erhält. Das Netzwerk möchte jungen Migrantinnen die Möglichkeit bieten ihr Potenzial zu entdecken, ihre Grenzen zu überwinden und sich selbst zu emanzipieren, um ihre Träume zu verwirklichen.

 

Gesellschaftliche Relevanz

Für Selbstbestimmung auf dem Bildungsweg, im Job und in der Gesellschaft. Knapp die Hälfte aller Studienabbrecher*innen in Deutschland haben eine Migrationsgeschichte (vgl. Stiftung Mercator 2017). Die Gründe hierfür sind ganz unterschiedlich: Finanzielle Unsicherheit, Unkenntnis universitärer Strukturen und familiäre Motive können dazu führen ein Studium aufzugeben.

 

Chancengleichheit

Als Gründerinnen ist unsere eigene Biografie geprägt durch Vorurteile und Ungleichheiten in der Gesellschaft. Jedoch haben wir die Chance gehabt Frauen zu begegnen, die gebildet, aufgeschlossen und erfolgreich sind und ihren intellektuellen Fähigkeiten einen Raum zum Ausleben bieten. Für uns sind sie immer noch Vorbilder. Diese Frauen, die wir in unterschiedlichen Bildungs- und Berufskontexten getroffen haben, waren es, welche uns auf unserem Weg ermutigt und bestärkt haben.

Vielen Frauen mit ähnlicher Herkunftsgeschichte aber bleiben diese Möglichkeiten immer noch fern. Häufig sind sich junge Frauen über ihre Kompetenzen und Potenziale nicht im Klaren, viele haben Angst davor zu scheitern und gehen weniger Wagnisse ein. Die Motive hierfür sind individueller Natur, oft liegt es daran, dass junge Frauen keine authentischen gesellschaftlich-kulturellen Vorbilder haben, die sie in ihren universitären oder beruflichen Vorstellungen bestärken. Deshalb ist unser Ziel: Junge Frauen durch gezieltes Mentoring zu ermutigen und zu inspirieren, den eigenen Weg zu gehen – selbst, wenn dieser gewagt zu sein scheint.

 

Empowerment

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass junge Frauen mit Migrationsgeschichte neben der sozialen Herkunft häufig auch mit anderen kulturellen Problemen zu kämpfen haben. Dies sind Probleme wie Verständnislosigkeit und mangelndes Vertrauen der Eltern, das nicht-Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten und kulturelle Codes, die perfekte Bedingungen für – bspw. den Abbruch eines Studiums – darstellen. In unseren Netzwerktreffen kommen diese Themen immer wieder zur Sprache.

Wir wollen, dass unser Netzwerk jungen Frauen eine Austauschplattform bietet über solche Probleme zu sprechen und Lösungsstrategien zu entwickeln. Solche kulturellen Hindernisse sind für viele Frauen mit Migrationsgeschichte grundlegende Behinderungen auf ihrem beruflichen Werdegang und oft entstehen dadurch Konflikte, die sich verhärten und zu Spannungen führen. Netzwerk ImMigra möchte auch hier für mehr Aufklärung sorgen.