Chancengleichheit

Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen, sozialer Selektion und vertikaler Durchlässigkeit sind Netzwerk ImMigra essentielle Anliegen.

Die Idee zu diesem Netzwerk ist in einem Umfeld von Stipendiatinnen mit Migrationsgeschichte entstanden, die während ihrer Studienförderungszeit sich durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen, sozialer Selektion und vertikaler Durchlässigkeit, der umfassenden Bedeutung dieser gegenüber ein Bewusstsein entwickelt haben. Als zwei selbstbewusste Frauen haben wir keine Probleme uns in unbekannten, gesellschaftlichen und politischen Feldern zu bewegen, weil wir das Privileg hatten in einem Begabtenförderwerk auf unser dortiges Netzwerk zurück greifen zu können und das nötige Know – How zu erlernen, dass von Nöten ist, um sich in den dazu gesellschaftlich relevanten Feldern zu bewegen.
Als Gründungsmitglieder haben wir die Chance gehabt, Frauen zu begegnen, die gebildet, aufgeschlossen und erfolgreich sind und ihren intellektuellen Fähigkeiten einen Raum zum Ausleben bieten; diese dienten als Vorbilder. Diese Frauen, die wir im Stiftungs- und Bildungskontexten getroffen haben, waren es, welche uns auf unserem Weg ermutigt und bestärkt haben.

In unserem universitären Umfeld ist häufig klar geworden, dass junge Frauen gleicher Herkunft und Motivation von diesen Möglichkeiten fernbleiben. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass sich junge Frauen mit Migrationsgeschichte über ihre Kompetenzen und Potenziale häufiger nicht im Klaren sind und zum anderen Angst davor haben zu scheitern. Diese Problematik hat eine individuelle Natur, deren Ursache es bei jedem einzelnen Charakter gesondert zu ermitteln gilt, sollte diese vorhanden sein.
Unserer Meinung nach hängt dies auch damit zusammen, dass sie oft keine entsprechend authentischen gesellschaftlich-kulturellen Vorbilder haben, die sie in ihren universitären oder beruflichen Vorstellungen bestärken. Das Ziel: Junge Frauen durch gezieltes Mentoring zu ermutigen und zu inspirieren, einen Weg zu gehen – selbst, wenn dieser gewagt zu sein scheint – durch den sie, nicht bloß sich selbst, sondern auch für die Gesellschaft einen wichtigen Nutzen, ziehen können.