İstanhausen mit kitev und Herkes İçin Mimarlık

Das Civil Society Exchange Programm gibt zivilgesellschaftlichen Organisationen aus der Türkei und Europa die Gelegenheit sich stärker zu Vernetzen und durch Partnerschaften Fragen aktueller gesellschaftlicher Themen gemeinsam zu beleuchten. Gefördert wird das Programm durch die Stiftung Mercator und wird organisiert von MitOst und der Istanbul Bilgi Universität.

Unsere Partnerorganisation kitev (Kultur im Turm e.V.) hat die Möglichkeit im Rahmen dieses Programms eine Partnerschaft mit Herkes İçin Mimarlık (Architecture for All) für die kommenden Monate einzugehen. Herkes İçin Mimarlık ist in Istanbul ansässig hat zum Ziel soziale Probleme durch partizipative Designprozesse zu lösen. Hierzu zählen unter anderem Projekte in ländlichen Regionen der Türkei, in denen das Architekt*innenkollektiv gemeinsam mit Dorfbewohner*innen öffentliche Räume neu gestaltet.

Beim Auftakttreffen des Programms im Juli war Netzwerk ImMigra mit dabei und Unterstützt die beiden Organisationen an der Schnittstelle zu interkultureller Bildung. In den nächsten Monaten werden sich alle drei Initiativen gegenseitig besuchen und ihre Arbeit und Organisation vorstellen und mit weiteren öffentlichen Akteuren Themen zivilgesellschaftlicher Teilhabe, besonders in lokalen Prozessen, bearbeiten.

Den ersten Besuch Anfang September machte Herkes İçin Mimarlık im Ruhrgebiet und konnte direkt Einblicke in die Projektarbeit von kitev gewinnen. Kitev war für eine Woche Gastgeber eines Workshops von Masterstudierenden für Interior Architecture (INSIDE) der Royal Academy of Arts in Den Haag. Ziel dieses Workshops war es, freie Wohnflächen in einem Wohnhochhaus zu gestalten und einen Begegnungsort für die Bewohner*innen zu schaffen. Konkret geht es dabei um das „Oberhaus“, ein Wohnhochhaus im Zentrum Oberhausens. Zur Gestaltung von zwei Wohnungen sollten sich die Studierenden vor allem die Frage stellen, wie mit einfachen Mitteln (bspw. übrig gebliebene Materialien) ein Ort für Zusammenkünfte geschaffen werden kann. Ziel war es außerdem, den Prototypen für ein Gästezimmer zu gestalten. Denn die Wohnungen des Hochhauses sind äußerst klein angelegt und fast alle Bewohner*innen kommen aus wirtschaftlich prekären Verhältnissen und haben teilweise Fluchterfahrung. Diese unterschiedlichen Perspektiven sollten in der kreativen Arbeit der Studierenden eine Rolle spielen.
Organisiert und geleitet wurde der Workshop von ReFunc – einem Architekturbüro, dass sich auf experimentelle Weise mit der Wiederverwendung alltäglicher Materialien für Gebäude beschäftigt. 
Netzwerk ImMigra hat den Workshop begleitet.

Eine Fotodokumentation von uns zum Workshop findet ihr auf Facebook und hier Pressestimmen der WAZ

İstanhausen mit kitev und Herkes İçin Mimarlık